Wo so viele hungrige Mäuler auf Futter lauern, genügt es nicht, dass Schützenfische ihre Beute zielsicher mit einem Hochdruck-Wasserstrahl von Uferpflanzen holen können. Sie müssen möglichst genau vorhersehen, an welchem Ort ein getroffenes Insekt auf der Wasseroberfläche landet, und blitzschnell zur Stelle sein, bevor andere ihnen den Lohn ihrer Mühe wegschnappen. PD Dr. Stefan Schuster und Thomas Schlegel (2) von der Heisenberg-Forschungsgruppe am Erlanger Department Biologie haben mit den Scharfschützen aus tropischen Brackwasserzonen experimentiert. Sie fanden heraus, dass sich die Tiere innerhalb von durchschnittlich 40 Millisekunden entscheiden und allein die Bewegung der Beute im Fall dazu heranziehen. Insgesamt zeichnet sich nach den Forschungen der Heisenberg-Gruppe ab, dass hier ein sehr kleines Netz von Nervenzellen erfolgreich und mit enormer Geschwindigkeit eine sehr komplexe Aufgabe meistert.


