Dem Straßennetz einer Metropole ähnelt der Ausschnitt links auf dem Bildschirm. Tatsächlich handelt es sich um "Verkehrsadern", aber nicht für Kraftfahrzeuge, sondern für den Blutstrom, der menschliche Organe mit lebenswichtigen Substanzen versorgt. Wenn in den Arterien Hochdruck vorherrscht, entstehen auf Dauer vielfältige Schäden im Organismus. Die DFG-geförderte Klinische Forschergruppe 106 , die sich an der Medizinischen Klinik 4 des Universitätsklinikums Erlangen sieben Jahre lang mit der Thematik befasste, hat ihre Arbeit nun abgeschlossen. Die Ergebnisse aller Teilprojekte der Gruppe weisen eindeutig in eine Richtung: Mit dem überhöhten Druck in den Arterien, der Hypertonie, gehen mehrere zusätzlich wirksame Krankheitsmechanismen einher. Sie fördern Entzündungen, regen über Veränderungen des Hormonspiegels das übermäßige Wachstum von Zellen und Bindegewebsfasern an oder beeinflussen die Erregungsleitung im Nervensystem. So entstehen häufig Teufelskreise, die Organschäden zunehmend hochschaukeln. Für Untersuchungen und Behandlungen von Patienten ist in diesem Zusammenhang eine Klinische Forschungsstation entstanden, die als eigenständige Einrichtung weiter besteht. Damit können neue Therapieverfahren schnell in die Praxis umgesetzt werden.


