Im Spitzenclusterwettbewerb des Bundesforschungsministeriums hat sich das Medical Valley EMN (Europäische Metropolregion Nürnberg) mit seinem Antrag "Exzellenzzentrum für Medizintechnik" durchgesetzt. Es fließen mehr als 80 Millionen Euro in die Metropolregion für Projekte von Industrieunternehmen und deren Forschungspartnern, um die Entwicklung innovativer Technologien, Produkte und Dienstleistungen zu ermöglichen, die die Gesundheitsversorgung deutlich verbessern werden. 40 Millionen Euro beträgt die Fördersumme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Außerdem ist das Bayerische Wirtschaftsministerium an der Förderung beteiligt.
"Der Erfolg im Spitzencluster-Wettbewerb ist eine große Auszeichnung für die Region und ganz besonders für die Universität Erlangen-Nürnberg, denn hier ist Medizintechnik ein Schwerpunkt in Forschung und Lehre. Über 60 Lehrstühle und Professuren der unterschiedlichsten Fachrichtungen beschäftigen sich mit Fragestellungen rund um die Medizintechnik", sagt Prof. Karl-Dieter Grüske, Rektor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).
Um die vielfältigen Forschungskooperationen innerhalb der Universität sowie mit externen Partnern aus Industrie und Wissenschaft im In- und Ausland weiter zu voranzutreiben, hat die FAU im vergangenen Jahr ihre Kompetenzen auf diesem Gebiet in einem Zentralinstitut für Medizintechnik gebündelt. Für die nächsten Jahre plant die Universität, dieses Wissenschaftsfeld noch weiter auszubauen und neue Lehrstühle und Professuren, zum Bespiel für Biomaterialen, Medizinische Bildgebung und -verarbeitung oder Medical Engineering einzurichten. Auch in der Ausbildung von Fachkräften für die Medizintechnik sieht die Universität eine wichtige Aufgabe für die Zukunft. In den letzten Jahren wurden zum Teil deutschlandweit einzigartige Studiengänge wie Medizintechnik, Medical Process Management, Life Science Engineering und Integrated Life Science eingerichtet, die sich bei den Studierenden großer Beliebtheit erfreuen.

