Nervenleiden bei Diabetes
Wissenschaftler entdecken Stoffwechselgift, das Nerven schädigt
Diabetes schädigt bei ca. 60 Prozent der Betroffenen die peripheren Nerven. Spontane Schmerzen und überhöhte Empfindlichkeit einerseits und gleichzeitig geringere Wahrnehmung äußerer Schmerzreize andererseits sind die paradoxe Folge der so genannten diabetischen Neuropathie. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Universität Heidelberg haben jetzt im Rahmen eines internationalen Forschungsprojekts eine der Ursachen für das gestörte Schmerzempfinden entdeckt: ein eigentlich natürlich vorkommendes Stoffwechselgift, das im Körper von Patienten mit Diabetes aber verstärkt produziert wird und nicht mehr richtig abgebaut werden kann. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher jetzt in dem renommierten Journal Nature Medicine (http://www.nature.com/nm/journal/vaop/ncurren...
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Forschen an Parkinson und Leukämie
Neues bayerisches Forschungsnetzwerk finanziert FAU-Projekte
Zwei Projekte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) werden jetzt durch das neu gegründete Bayerische Forschungsnetzwerk für Molekulare Biosysteme (BioSysNet) gefördert: Dr. Beate Winner vom Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung untersucht die gestörte Verbindung zwischen Nervenzellen im frühen Stadium der Parkinson-Krankheit. Prof. Dr. Robert Slany vom Lehrstuhl für Genetik will in seinem Forschungsprojekt die medizinischen Vorgänge verstehen lernen, die im Körper von Kindern mit Leukämie ablaufen. Das Forschungsnetzwerk wird durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst im Rahmen der Zukunftsinitiative „Aufbruch Bayern“ mit insgesamt rund 18,1 Mio. Euro gefördert.
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Das Zusammenspiel von schulischem und außerschulischem Lernen
Hans-Böckler-Stiftung fördert kooperatives Promotionskolleg
Lernprozesse aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen erforschen – das ist das Ziel eines neuen kooperativen Promotionskollegs, das an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), der Evangelischen Hochschule Nürnberg (EVHN) und der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg (OHM) eingerichtet wird. Das Kolleg trägt den Titel „Bildung als Landschaft“ und wird von der Hans-Böckler-Stiftung für einen Zeitraum von zunächst drei Jahren finanziert.
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Gut hören – eine Frage des Hörgerätes?
FAU-Alternsforscher untersuchen die Nutzung von Hörgeräten im Alltag
Welche Erfahrungen ältere Erwachsene mit ihrem Hörgerät machen, wann und von wem Hörgeräte getragen werden, welche Schwierigkeiten bei der Nutzung der Geräte auftreten und in welchen Situationen ein Hörgerät als hilfreich oder störend erlebt wird – das will eine neues Forschungsprojekt am Institut für Psychogerontologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) klären. Eine Online-Studie soll helfen, Antworten auf diese Fragen zu finden. Die Studie richtet sich an Männer und Frauen ab 50 Jahren, die ein Hörgerät jeglicher Art besitzen und in ihrem Haushalt über einen Internet-Zugang verfügen. Für die Teilnahme an der Studie ist es unerheblich, ob sie das Hörgerät regelmäßig oder überhaupt nicht nutzen. Die Studie ist noch bis zum 30. Juni 2012 über ...
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900.000 Euro für drei neue Förderprojekte
FAU-Medizin-Informatiker machen Patientendaten für die medizinische Forschung nutzbar
Wenn Pfleger und Ärzte in der Klinik die Behandlung eines Patienten im Krankenblatt protokollieren, ist das nicht nur wichtig für den Erfolg der Therapie, sondern liefert Wissenschaftlern auch wertvolle Informationen für die medizinische Forschung: So genannte klinische Routinedaten wie Alter und Geschlecht der Patienten, Vorerkrankungen, Blutdruck, Blutwerte, Medikamentendosen oder OP-Berichte, die im Krankenblatt dokumentiert werden, können zum Beispiel für medizinische Vergleichsstudien oder auch für die Qualitätssicherung in den Kliniken ausgewertet werden. Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch vom Lehrstuhl für Medizinische Informatik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und seine Arbeitsgruppe haben es sich zum Ziel gesetzt, solche Daten künftig noch besser nutzbar zu machen. Für drei aktuelle Forschungs...
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Die Zelle als Operationsfeld
Nanochirurgie mit Skalpellen auf Laserbasis und Optischen Pinzetten
Mikrochirurgische Eingriffe, beispielsweise am Auge, sind seit Jahrzehnten Routine. Doch wie steht es mit einer lebenden Zelle als Operationsgebiet? Mechanische Instrumente könnten hier auch im Miniaturformat nur Zerstörung anrichten. Dennoch arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und des Uniklinikums Erlangen daran, die Prinzipien der klassischen Chirurgie auf Behandlungen innerhalb der Zellmembran zu übertragen. Vom gewohnten Handwerkszeug der Chirurgen bleiben jedoch nur Begriffe; Nanopartikel und Laser ersetzen das Operationsbesteck beim Schneiden, Greifen und Verschließen von Schnitten auf subzellulärer Ebene.
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Forschen für die Energiewende
Bayerische Staatsregierung fördert vier Projekte mit FAU-Beteiligung
Mit dem Nachtragshaushalt 2012 fördert der Freistaat Bayern unter anderem zahlreiche Forschungsprojekte zur Energiewende. An vier dieser Projekte sind auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) beteiligt: am Nuremberg Campus of Technology, am Bavarian Hydrogen Center, am E|Home-Center und am Forschungsnetzwerk „Solar Technologies Go Hybrid“. Zusammengenommen erhalten die vier Forschungsvorhaben für das Jahr 2012 aus dem Nachtragshaushalt knapp 17 Millionen Euro an zusätzlichen Fördergeldern, die an die FAU und ihre Kooperationspartner fließen.
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Mechanismus für Entstehung von Autoimmunerkrankungen entdeckt
Forscher untersuchen, wie Toleranz gegen körpereigenes Gewebe entsteht
Im Laufe von Entzündungsprozessen treffen Zellen unseres Immunsystems nicht nur auf Krankheitserreger, sondern auch auf Reste toter körpereigener Zellen, welche durch begleitenden Gewebsschaden akkumulieren. Um eine fehlgerichtete Immunreaktion gegen solche körpereigenen toten Zellen und damit einen „Horror Autotoxicus“ und die Entstehung von Autoimmunerkrankung zu verhindern, müssen abgestorbene Zellen von Krankheitserregern getrennt und entsprechend „entsorgt“ werden. Wie diese Unterscheidung von Krankheitserregern und toten Zellen sowie deren getrennte Entsorgung durchgeführt werden, war bisher unklar. Erstmalig konnte nun die Arbeitsgruppe von Dr. Gerhard Krönke an der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie des Universitätsklinikums Erlangen (Direktor Prof. Dr. Georg Schett), ein Enzym (12/15-Lipoxygenase) identifiz...
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Pflanzen wehren sich gegen Salmonellen
Wissenschaftler entwickeln neuen Ansatz zur Erforschung von Infektionen
Forscherinnen und Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben Teile von Salmonellen, so genannte Effektoren, in Tabakpflanzen übertragen. Damit wollen sie untersuchen, wie sich Krankheiten und Infektionen im Körper von Menschen und Tieren ausbreiten. Was zunächst merkwürdig klingen mag, hat einen Hintergrund: Pflanzen verfügen über ein Immunsystem, das in einigen Bereichen dem Immunsystem von Mensch und Tier erstaunlich ähnlich ist. Aus der Reaktion des pflanzlichen Immunsystems auf die Effektoren der Salmonellen hoffen die Forscher Rückschlüsse auf ihre Wirkungsweise ziehen zu können. Die Ergebnisse der Untersuchung haben sie jetzt in dem renommierten Journal New Phytologist veröffentlicht (http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1469-8137.2012.04124.x/abstract).
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Rauchen fördert die Entstehung von Rheumatoider Arthritis
Erlanger Mediziner stellt neue Forschungsergebnisse vor
Rauchen erhöht das Risiko, an Rheumatoider Arthritis zu erkranken. Aber auch andere äußere Einflüsse spielen – neben genetischen Faktoren – eine große Rolle bei der Entstehung der Autoimmunerkrankung. Erkenntnisse über die unterschiedlichen Auslöser und molekularen Mechanismen, die an der Entstehung der Rheumatoiden Arthritis beteiligt sind, fördern die Entwicklung neuer effektiver Therapien. In zwei Überblicksartikeln in den renommierten Fachzeitschriften „Nature Medicine“ und „New England Journal of Medicine“ berichtet Prof. Dr. Georg Schett, Direktor der Medizinischen Klinik 3 am Universitätsklinikum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) zusammen mit Fachkollegen anderer namhafter Universitäten über den aktuellen Stand der Forschung.
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Schneller und effizienter
FAU-Informatiker optimieren Hochleistungsrechnen mit Grafikkarten
Informatiker des Regionalen Rechenzentrums Erlangen sowie der Lehrstühle für Multiscale Simulation, System Simulation und Rechnerarchitektur der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben sich zum Ziel gesetzt, das so genannte GPU Computing, also das wissenschaftliche Rechnen mit Grafikkarten, zu optimieren. Unter Leitung des Zentralinstituts für Scientific Computing der FAU haben sie sich erfolgreich bei gleich zwei Förderprogrammen von Nvidia, dem Weltmarktführer im Bereich Visual und High‑Performance Computing, durchgesetzt. Das Unternehmen unterstützt die FAU-Informatiker zum einen finanziell über einen Zeitraum von einem Jahr bei ihren Forschungen. Zum anderen stellt Nvidia der Universität besonders leistungsfähige Grafikkarten zur Verfügung. Davon profitieren vor allem die Studierenden, weil die Grafikkarten bei ö...
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Zwei Signalwege außer Kontrolle
Interaktion von biochemischen Mechanismen bei Fibrose
Wenn in Leber, Lunge oder anderen Organen die Bindegewebsbildung so überhand nimmt, dass die Funktion spürbar nachlässt und schließlich völlig ausfällt, ist oft mehr als ein Regelkreis des Körpers nicht mehr intakt. Für zwei aus der Spur geratene Signalketten ist nun nachgewiesen, dass sie sich gegenseitig verstärken und Einflüsse zurückdrängen, die das Gewebewachstum normalerweise in Grenzen halten. Diese Zusammenhänge haben Rheumatologen und Immunologen, Spezialisten für Kinderheilkunde und Pathologen des Uniklinikums Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) gemeinsam mit Kollegen aus den USA und der Schweiz im Detail untersucht. In einem Beitrag, der am Dienstag, 13. März 2012, im Online-Journal Nature Communications erschienen ist, zeigen sie, wie dies zu einer schweren Fibrose beiträgt.
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Aktiv gegen das Vergessen
FAU-Forscher entwickeln Demenz-Therapie ganz ohne Medikamente
Mit einem speziellen Programm aus Bewegung, geistiger Aktivität und alltagspraktischem Training kann das Voranschreiten von Demenz nachhaltig verzögert werden – und das ganz ohne Medikamente. Das hat eine Studie eines Forscherteams um Prof. Dr. Elmar Gräßel von der Psychiatrischen und Psychotherapeutische Klinik am Universitätsklinikum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ergeben. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben eine Therapie für Demenzkranke entwickelt und diese ein Jahr lang gemeinsam mit Bewohnern von Pflegeheimen in Bayern erprobt. Ihre Forschungsergebnisse haben sie jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Biomed Central Medicine veröffentlicht. (www.biomedcentral.com/content/pdf/1741-7015-9-129.pdf)
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Fit im Alter
Europaweite Studie will Gesundheit von Senioren fördern
Mehr Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren sowie drei Mal pro Woche ein spezielles Bewegungsprogramm – so simpel könnte das Rezept sein, um auch im Alter noch gesund und fit zu bleiben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sind an einer europaweiten Studie beteiligt, die jetzt prüfen will, ob dieses Rezept funktioniert: Mehr als 2000 Probanden, die mindestens 70 Jahre alt sein müssen, sollen über einen Zeitraum von drei Jahren in regelmäßigen Abständen untersucht werden. Aufgeteilt in acht Gruppen, erhält ein Teil von ihnen zusätzliche Vitamin D-Präparate und Omega-3-Fettsäuren, während einem anderen Teil der Probanden ausschließlich Placebos verabreicht werden. Außerdem nehmen alle Teilnehmer an zwei unterschiedlichen Trainingsprogrammen teil, die die körper...
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Knabenchor – Last, Glück, Lebenschance?
FAU-Forscher legen Studie über die Erfahrungen ehemaliger Chorsänger vor
Knabenchöre gehören zu den Glanzstücken der Musikkultur. Doch gerade in jüngster Zeit tauchten Vorwürfe auf, die glänzenden Erfolge seien oft mit pädagogisch fragwürdigen Methoden erkauft worden. Von Missbrauch und Misshandlungen war die Rede. Prof. Dr. Max Liedtke, Emeritus am Lehrstuhl für Allgemeine Erziehungswissenschaft I der Friedrich-Alexᆳander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), und Dr. Horant Schulz, Rektor a.D. der Volksschule Adelsdorf, haben diese keineswegs neuen Vorwürfe am Beispiel des Windsbacher Knabenchores aufgegriffen und in umfassenden Untersuchungen alle noch erreichbaren ehemaligen Sänger nach deren Erfahrungen und Einschätzungen befragt. Hauptziel der Untersuchung war es herauszufinden, was es nach Meinung der ehemaligen Choristen in der Summe für ihr Leben gebracht habe, im Chor mitgesu...
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