Nützliche Schmarotzer
Infektionsbiologen der FAU entdecken therapeutisches Potenzial von Wurmparasiten
Erlanger Infektionsbiologen haben neue Erkenntnisse darüber gewonnen, wie unser Körper besser vor Allergien und Autoimmunreaktionen geschützt werden kann: Eine Arbeitsgruppe um David Vöhringer, Professor für Infektionsabwehr und Toleranz an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und Leiter der Infektionsbiologischen Abteilung am Mikrobiologischen Institut des Universitätsklinikums Erlangen, konnte einen positiven Effekt von Wurmparasiten auf bestimmte Formen von T-Helferzellen nachweisen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler vor Kurzem in dem renommierten Journal of Immunology (www.jimmunol.org). Ziel der Erlanger Forscher ist es nun herauszufinden, wie die Würmer das Immunsystem beeinflussen, um neue Ansätze zur Entwicklung wirksamer Medikamente zu liefern.
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Stiftung fördert Chirurgen mit 183.000 Euro
FAU-Forschungsprojekt untersucht, wie die Ausbildung von Blutgefäßen gesteuert werden kann
Über 180.000 Euro stellt die Else Kröner-Fresenius-Stiftung dem Forscherteam um Prof. Dr. Raymund E. Horch, Direktor der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik am Universitätsklinikum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), für die nächsten zwei Jahre zur Verfügung, um die Steuerung der Blutgefäßneubildung in künstlichem Gewebe in vivo – also im lebenden Organismus – zu untersuchen. Hauptantragsteller und Projektleiter Dr. Oliver Bleiziffer, ebenfalls von der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik, ist zuversichtlich, dass diese Forschung einen Grundstein legen könnte, um ein zentrales Problem der regenerativen Medizin zu lösen: die mangelhafte Durchblutung von künstlichem Gewebe.
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Dauermagneten im Stoffkreislauf
Motor Recycling-Projekt MORE beugt Versorgungsengpässen vor
An der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) beteiligt sich der Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS) von Prof. Dr. Jörg Franke am Projekt MORE (Motor Recycling), das spezielle Aufmerksamkeit auf die Verwertung der Permanentmagnete und insbesondere der darin enthaltenen Seltenerdmetalle richtet. Unter der Leitung der Firma Siemens nimmt hier ein Konsortium aus Industrie und Forschungseinrichtungen die gesamte Wertschöpfungskette von der Auslegung und Fertigung der Motoren über die Rückführung bis zum Wiedereinsatz im Fahrzeug unter die Lupe. Das Bundesforschungsministerium fördert diese Forschungs- und Entwicklungsarbeit zur Ressourcenschonung innerhalb des Themenfelds „Schlüsseltechnologien für die Elektromobilität“ (STROM).
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Im Kampf gegen Lungenkrebs
Erlanger Wissenschaftler entwickeln neuen Behandlungsansatz
Raucher sind zwar häufiger betroffen, doch kann die Diagnose ebenso Nichtraucher treffen: Lungenkrebs, die Krebsart, die weltweit am häufigsten auftritt und fast immer zum Tod führt. Obwohl sich die Behandlungsmethoden in den vergangenen Jahren verbessert haben, sterben daran allein in Deutschland jährlich rund 40.000 Menschen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Abteilung für Molekulare Pneumologie der Anästhesiologischen Klinik am Universitätsklinikum Erlangen verfolgen jetzt einen neuen Ansatz, um Lungenkrebs zu bekämpfen: Sie haben eine Möglichkeit entdeckt, einen für das Tumorwachstum maßgeblich verantwortlichen Botenstoff zu blockieren. Bei Versuchen am Modell stieg dadurch die Überlebensrate deutlich. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie vor kurzem in der renommierten Zeitschrift Nature Communications (www.nature.com).
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Das Universum enträtseln
FAU-Astrophysiker beteiligt an Helmholtz-Allianz
Mit rund zehn Millionen Euro fördert die Helmholtz-Gesellschaft in den kommenden fünf Jahren eine neue Helmholtz-Allianz für Astroteilchenphysik. Maßgeblich an dem Forschungsverbund beteiligt sind auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des „Erlangen Centre for Astroparticle Physics“ (ECAP) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Gemeinsam mit Experten weiterer deutscher Universitäten sowie nationaler und internationaler Forschungsinstitute suchen sie im Universum nach dunkler Materie und nach Quellen der kosmischen Strahlung. Außerdem unterstützt die Helmholtz-Allianz die Entwicklung neuer Detektoren, die bei zukünftigen Experimenten zur Erforschung des Universums eingesetzt werden sollen. Rund einhundert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie neunzig Doktorandinnen und Doktoranden werden in der Allianz zusammenarbeiten.
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Zwei neue Sonderforschungsbereiche
15,6 Millionen zur Erforschung von Kohlenstoff für Höchstleistungsanwendungen und belastbaren Legierungen für die Energiewirtschaft an der FAU
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) können einen großen Erfolg feiern: Gleich zwei der acht Sonderforschungsbereiche (SFB), die die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zum 1. Januar 2012 einrichtet, werden in Erlangen angesiedelt. Der neue SFB 953 „Synthetische Kohlenstoffallotrope“ erhält rund 10 Millionen Euro. Sprecher ist Prof. Dr. Andreas Hirsch, Lehrstuhl für Organische Chemie II. Der SFB/Transregio 103 „Vom Atom zur Turbinenschaufel – Wissenschaftliche Grundlagen für eine neue Generation einkristalliner Superlegierungen“ wird mit 12,8 Millionen Euro ausgestattet, wovon 5,6 Millionen nach Erlangen gehen. Koordinator an der FAU ist Prof. Dr. Robert F. Singer, Leiter des Leh...
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Millionenförderung für die Erlanger Theaterwissenschaft
Professor Matthias Warstat erhält europäischen Forschungsförderpreis
Über eine prestigeträchtige Auszeichnung und Fördergelder in Höhe von 2,3 Millionen Euro kann sich Prof. Dr. Matthias Warstat, Leiter des Lehrstuhls für Theater- und Medienwissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), freuen: Der Theaterwissenschaftler gehört zu der kleinen Gruppe von herausragenden Forschern, die vom Europäischen Forschungsrat (European Research Council – ERC) einen „Advanced Investigators Grant“ erhalten. Der ERC vergibt seine Advanced Grants ausschließlich für als bahnbrechend und exzellent bewertete Forschungsvorhaben.
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Erfolgreiche Initiative für Erlanger Mediziner
DFG fördert neues Zentrum zur Erforschung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Einrichtung des Forschungsverbundes CEDER „Molekulare Pathogenese und optimierte Therapie von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen“ am Universitätsklinikum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. In den kommenden drei Jahren werden dafür mehr als 2 Millionen Euro an Forschungsgeldern bereitgestellt, mit denen am Uni-Klinikum u.a. 15 neue Arbeitsplätze für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für Technische Angestellte geschaffen werden. Leiter des Forschungsverbundes ist Prof. Dr. Christoph Becker, Professor für Molekulare Gastroenterologie, an der Medizinischen Klinik 1. Der Forscher befasst sich seit vielen Jahren mit den molekularen und zellulären Zusammenhängen bei der Entstehung chronisch entzündlicher Darmerkr...
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Kältesensor entdeckt
Internationales Forscherteam untersucht, warum wir frieren
Zumindest morgens ist es jetzt schon richtig kalt und unser Körper reagiert darauf: Mit tauben Fingern und Zehen, tränenden Augen oder roten und tropfenden Nasen. Diese lokalen Reaktionen werden durch Kältesensoren ausgelöst. Eine internationale Forschergruppe um den Harvard-Professor David Clapham hat jetzt unter Beteiligung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) einen neuen, bislang noch nicht bekannten Kältesensor in der menschlichen Haut entdeckt. Von diesem Sensor glauben die Forscher, dass er zu den lokalen Anpassungsreaktionen auf Kälte beiträgt. Ihre Erkenntnisse haben sie vor kurzem in dem renommierten Wissenschaftsjournal PNAS veröffentlicht
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10.000 Euro-Preis für FAU-Forscher
Paul-Ehrlich-Institut und Stadt Langen ehren Professor David Vöhringer
Prof. Dr. David Vöhringer (41), Professor für Infektionsabwehr und Toleranz an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und Leiter der Infektionsbiologischen Abteilung am Universitätsklinikum Erlangen, wird am Freitag, 18. November 2011, mit dem Langener Wissenschaftspreis ausgezeichnet. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird vom Paul-Ehrlich-Institut – dem Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel –, der Stadt Langen und den Langener Stadtwerken alle zwei Jahre an junge Forscher vergeben. Professor Vöhringer wird mit der Auszeichnung für seine Forschungen rund um die Granulozyten geehrt, eine Zellenart, die schon Paul Ehrlichs Interesse geweckt hatte.
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Sensorisches Nervensystem spielt Schlüsselrolle bei Darmentzündungen
FAU-Forscher entdecken neue Therapiemöglichkeiten
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) sind für die Betroffenen nicht nur schmerzhaft und äußerst lästig, sie stellen auch ein hohes Gesundheitsrisiko dar, denn überdurchschnittlich häufig ist Krebs die Folge. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und des Universitätsklinikums Erlangen haben nun einen Neuro-Immun-Pfad entdeckt, der für die Entstehung von Colitis entscheidend ist. Dr. Matthias Engel und Prof. Dr. Peter Reeh vom Institut für Physiologie und Pathophysiologie sowie Prof. Dr. Markus Neurath, Medizinische Klinik 1, konnten nachweisen, dass der sogenannte TRPA1-Rezeptorkanal eine Schlüsselrolle bei experimentell ausgelösten Darmentzündungen spielt. Ihre Forschungsergebnisse haben die Wissenschaftler im renommierten Fachmagazin „Gastroenterology“ veröffentlicht (www.ncbi.nlm....
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Arabische Weltbilder im Fokus
FAU-Kulturgeographin für Dissertation ausgezeichnet
Dr. Shadia Husseini de Araújo vom Lehrstuhl für Kulturgeographie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ist auf der Jahrestagung der „Deutschen Arbeitsgemeinschaft Vorderer Orient“ (DAVO) in Berlin mit dem Dissertationspreis der deutschsprachigen Nahostforschung ausgezeichnet worden. In ihrer Dissertation untersucht die Forscherin, welche Weltbilder in Texten und Karikaturen wichtiger internationaler arabischsprachiger Zeitungen hergestellt bzw. wiedergegeben werden.
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Eine Maschine der Superlative
Wissenschaftler der FAU nutzen weltweit einzigartige Umformpresse
Über 100 Tonnen Gewicht und mehr als neun Meter hoch, aber auf den hundertstel Millimeter präzise: Die Umformpresse der Neue Materialien Fürth GmbH (NMF) ist ein wahres Schwergewicht. Europaweit einzigartig wird diese Forschungsanlage durch die Vielzahl an Funktionen, die sie beherrscht: Bleche unterschiedlichster Werkstoffe und Dicken werden von der Maschine umgeformt, geprägt und gestaucht. Das ermöglicht den kooperierenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Ingenieuren des Lehrstuhls für Fertigungstechnologie und der NMF GmbH die Herstellung von Materialien und Bauteilen mit völlig neuen Eigenschaften, die in der Automobilbranche ebenso eingesetzt werden können wie in der Luft- und Raumfahrttechnik oder jedem anderen Industriezweig, der Blech verarbeitet.
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Ein Haar für ein Auge
Erlanger Wissenschaftlerin erhält 10.000-Euro-Preis für die Erforschung einer Stammzelltherapie zur Hornhautregeneration
Wie man mit Stammzellen aus Haarfollikeln Schäden an der Hornhaut des Auges heilen kann, damit beschäftigt sich Dr. Ewa Meyer-Blazejewska, Forscherin an der Augenklinik des Universitätsklinikums Erlangen. Für ihre wissenschaftliche Arbeit wird die 32-jährige Molekularbiologin jetzt mit dem Nachwuchsforscherpreis der renommierten internationalen Fachzeitschrift „Stem Cells“ ausgezeichnet. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird einmal jährlich an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für eine Publikation von weltweiter Bedeutung vergeben. Die Preisverleihung findet am 15. Oktober auf einer Fachtagung an der Universität von Kragujevac in Serbien statt.
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Kundschafter im blauen Rauschen
Brownsche Bewegung unter eingehender Beobachtung
Das leiseste Zittern genügt, um etwas mitzuteilen. Kleine Teilchen, die in einer Flüssigkeit gelöst sind, registrieren, was in ihrem Umfeld vor sich geht, und reagieren darauf. Ohne ausgetüftelte Messanordnung und ein hochpräzises Instrumentarium ist nicht zu entziffern, wie ihre Botschaft lautet, doch wenn es gelingt, warten erstaunliche Auskünfte auf die Dechiffrierexperten. Mit Hilfe einer Kombination aus theoretischem Unterbau und sehr diffizilen Experimenten konnten Physiker und Physikerinnen aus Erlangen, Lausanne und Basel erstmals beobachten, wie sich kleine Partikel in einem Lösungsmittel verhalten. Was sich dabei ergibt, wirkt zunächst fantastisch: Der Bewegung eines Teilchen kann eine Farbe zugeordnet werden.
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