Im Gründungsjahr 1743 hatten sich 64 Studenten an der Erlanger Universität immatrikuliert; die Zahl der jährlichen Immatrikulationen lag – mit leicht steigender Tendenz – bis 1830 bei durchschnittlich 106. Exakte Angaben über die Gesamtzahl der in Erlangen Studierenden liegen für die ersten Jahrzehnte nicht vor; überschlagsweise stagnierte sie in der markgräflichen Zeit bei etwa 200 und stieg nach dem Anschluss an Bayern 1810 auf etwa 400.
| Wintersemester | Gesamtzahl |
|---|---|
| 1831/32 | 334 |
| 1841/42 | 303 |
| 1851/52 | 385 |
| 1861/62 | 448 |
| 1871/72 | 344 |
| 1881/82 | 504 |
Im Sommersemester 1890 waren erstmals über 1.000 Studierende an der Friedrich-Alexander-Universität immatrikuliert, die damit den 15. Platz unter den 21 Universitäten des Deutschen Reiches einnahm.
| Wintersemester | Gesamtzahl |
|---|---|
| 1891/92 | 1.060 |
| 1901/02 | 1.021 |
| 1911/12 | 1.251 |
| 1921/22 | 1.788 |
| 1931/32 | 2.134 |
Wie allgemein im Deutschen Reich verringerte sich auch in Erlangen in der NS-Zeit die Zahl der Studierenden; zu Ende des Zweiten Weltkrieges stieg sie aufgrund der fortschreitenden Zerstörung anderer Universitätsstädte nochmals an.
| Wintersemester | Gesamtzahl |
|---|---|
| 1933/34 | 2.265 |
| 1936/37 | 1.082 |
| 1938/39 | 834 |
| 1942/43 | 858 |
| 1944/45 | 1.080 |
Nach Kriegsende konnte man an der Friedrich-Alexander-Universität zunächst ein großes Anwachsen der Studentenzahlen verzeichnen, da Erlangen die beinahe einzige unzerstörte Universitätsstadt war; mit dem steten Wiederaufbau der deutschen Universitätslandschaft zeichnete sich vorübergehend ein abermaliger Rückgang ab.
| Wintersemester | Gesamtzahl |
|---|---|
| 1945/46 | 3.142 |
| 1947/48 | 5.578 |
| 1953/54 | 2.582 |
Der Anschluss der Nürnberger Hochschule für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften als Fakultät an die Friedrich-Alexander-Universität 1961 brachte ein sprunghaftes Ansteigen der Studentenzahlen mit sich wie auch die 1972 erfolgte Angliederung der Nürnberger Pädagogischen Hochschule. Begleitet wurde diese Entwicklung von einem steten Wachstum im Rahmen des bundesweiten Ansteigens der Studentenzahlen.
| Wintersemester | Gesamtzahl |
|---|---|
| 1960/61 | 5.525 |
| 1961/62 | 7.801 |
| 1965/66 | 9.103 |
| 1971/72 | 10.919 |
| 1972/73 | 13.533 |
| 1976/77 | 16.304 |
| 1980/81 | 19.295 |
| 1984/85 | 23.878 |
| 1988/89 | 27.417 |
Im 1991/92 erreichten die Studentenzahlen ihren vorläufigen Höhepunkt.
| Wintersemester | Gesamtzahl |
|---|---|
| 1991/92 | 28.418 |
| 1995/96 | 25.431 |
| 1999/00 | 19.663 |
| 2001/02 | 20.606 |
Die Friedrich-Alexander-Universität mit den Standorten Erlangen (2001/02: 14.988 Studierende) und Nürnberg (2001/02: 5.618 Studierende) ist damit die zweitgrößte Universität Bayerns.
Der Prozentsatz an weiblichen Studierenden, deren erste 1903 ordentlich immatrikuliert worden war, stieg bis zum Ende der Weimarer Republik fortwährend an (1932/33: 8,8 Prozent), wurde in der NS-Zeit zurückgedrängt und erlebte einen neuen Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg (1947/48: 23,4 Prozent); im Anschluss an einen Rückgang in den fünfziger Jahren war ab dem Ende der sechziger Jahre auch hier ein steter Aufwärtstrend zu verzeichnen (1986/87: 37,2 Prozent, 2001/02: 49,8 Prozent).
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts waren je etwa 40 Prozent der Studierenden Angehörige der Theologischen und der Juristischen Fakultät, danach fiel deren Anteil stetig zugunsten der Medizinischen und der Naturwissenschaftlichen Fächer ab. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehört ein großer Prozentsatz der Studierenden insbesondere der 1966 neu hinzugekommenen Technischen sowie der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät an, so dass letztere heute die größte und die Theologische die kleinste Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität darstellt. 2001/02 verteilten sich die insgesamt 20.606 Studierenden an der Friedrich-Alexander-Universität wie folgt auf die elf Fakultäten:
| Fakultät | Studenten |
|---|---|
| Wirtschafts- und Sozialwissenschaften | 4.315 |
| Technik | 3.058 |
| Medizin | 2.803 |
| Philosophie II | 2.499 |
| Philosophie I | 1.922 |
| Naturwissenschaften II | 1.614 |
| Jura | 1.596 |
| Erziehungswissenschaften | 1.303 |
| Naturwissenschaften I | 850 |
| Naturwissenschaften III | 437 |
| Theologie | 209 |
| Quellen und Literatur: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Hg.): Studentenstatistik, Sommersemester 1991ff. (erscheint semesterweise); Franz Eulenburg: Die Frequenz der deutschen Universitäten von ihrer Gründung bis zur Gegenwart, Leipzig 1904 (Reprint Berlin 1994); Alfred Wendehorst: Geschichte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. 1743-1993, München 1993. |

