Das Leben in Deutschland ist relativ teuer. Bevor man mit dem Studium in Erlangen bzw. Nürnberg anfängt, sollte man sich sicher sein, dass man es auch finanzieren kann. Man sollte sich nicht darauf verlassen, dass, wenn man nach der Ankunft in Deutschland einen Studentenjob findet, das verdiente Geld ausreichen wird, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Dies ist meistens nicht der Fall.
Kosten
Studienbeiträge
Wie in den meisten Universitäten der Welt ist die Hochschulausbildung auch in Bayern nicht kostenlos. Alle Studierende müssen Studienbeiträge in Höhe von 542 Euro pro Semester (Stand: Mai 2012) an die Universität entrichten.
Achtung! - Die Studienbeiträge müssen alle Studierende zahlen. In sehr wenigen Ausnahmefällen kann man sich davon befreien lassen.
Lebenshaltungskosten in Erlangen bzw. Nürnberg
Die Ausgaben pro Monat betragen in etwa:
- Miete: Wohnheim (je nach Größe des Zimmers und Alter des Wohnheimes) 140 bis 250 €, in der Regel staatlich subventioniert, Privates Einzelappartement (je nach Größe, Lage und Alter der Wohnung) 250 bis 400 €,
- Krankenversicherung ca. 78€,
- Fahrtkosten 20 - 50 €,
- Lebensmittel ca. 200 €,
- Studienmaterial ca. 50 bis 100 €
=> Insgesamt: etwa 680 € monatlich.
Finanzierung
Stipendien
Die Universitäten in Deutschland verfügen über keine finanzielle Mittel, um den Studierenden Stipendien anzubieten. Für bestimmte Situationen werden durch das Referat für Internationale Angelegenheiten immer wieder Stipendien ausgeschrieben (z.B. für die Abschlussphase des Studiums). Es gibt aber andere Organisationen, bei denen man sich um ein Stipendium bewerben kann. Verschiedene private Stiftungen bieten unterschiedliche Stipendienprogramme an.
Der Deutsche Akademische Austauschdienst hat eine Datenbank zusammengestellt, in der man nach möglichen Förderungsmöglichkeiten suchen kann.
Achtung! - Man sollte beachten, dass es für Studienanfänger kaum Stipendien gibt.
Studentisches Arbeiten
In Deutschland arbeiten viele Studierende neben dem Studium - am Wochenende, in den Semesterferien etc. Auch für ausländische Studierende besteht die Möglichkeit, neben dem Studium eine Tätigkeit auszuüben. Dennoch gelten hier etwas andere Bestimmungen als für deutsche Studenten.
Weitere Informationen zum studentischen Arbeiten von ausländischen Studierenden
Kredite
Als eine weitere Möglichkeit, das Studium zu finanzieren, besteht durch Kredite. Die Entscheidung über das Aufnehmen eines Kredites sollte sehr gut überlegt sein. Ein Kredit ist kein geschenktes Geld, es sind Schulden, die man nach dem Studium zurückzahlen muss. Dies kann zu einer sehr großen Last werden, wenn man nach dem Studium für die Arbeitssuche länger braucht.
Achtung! - Man sollte beachten, dass es für die Kreditvergabe verschiedene Bestimmungen gelten.
Studienbeitragskredite
Die Studienbeiträge wurden in Deutschland im Sommer 2007 eingeführt. Da sie für viele Studierende eine hohe Belastung darstellen, haben die Bundesländer ihre Landesbanken dazu verpflichtet, den Studierenden Studienbeitragskredite in Höhe von Studienbeiträgen anzubieten. In Bayern sind dafür die LfA-Förderbank oder die KfW-Förderbank verantwortlich.
Achtung! - Nur deutsche und EU-Bürger können den Studienbeitragskredit beantragen. Nicht-EU-Studierende haben keinen Anspruch auf den Studienbeitragskredit.
Studienkredit
Darüber hinaus bietet die KfW-Förderbank einen Studienkredit an. Dies ist für die Deckung der Lebenshaltungskosten gedacht.
Achtung! - Für den Studienkredit können sich deutsche Bürger und Bürger der EU bewerben, aber nur, wenn sie sich rechtmäßig seit mindestens drei Jahren in Deutschland aufhalten.
Bildungskredit
Eine weitere Möglichkeit zur Finanzierung des Studiums ist der Bildungskredit.
Achtung! - Für ausländische Studierende gelten hier besondere Bedingungen. Man sollte die Internetseiten genau durchlesen.
Bildungskredite der Banken
Des Weiteren bieten verschiedene private Banken Kredite zur Deckung der Lebenshaltungskosten an. Man sollte in den einzelnen Banken nachfragen, wie die Bedingungen zur Aufnahme eines Kredits aussehen.
Eine Übersicht zu den kreditgebenden Anstalten.

