FAU: Zahl der Deutschlandstipendien mehr als verdoppelt
uni | mediendienst | aktuell Nr. 10 | 17. Januar 2013 | Originalartikel
287 Stipendiaten profitieren von mehr als einer Million Euro
Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hat im abgelaufenen Jahr 2012 eine Rekordzahl von 287 Deutschlandstipendien vergeben. Damit liegt sie bayernweit auf Platz zwei und hat ihr vorgegebenes Kontingent sogar übererfüllt. Für die Stipendien hat die Universität eine Summe von 516.600 Euro bei privaten Geldgebern eingeworben. Diese Mittel hat der Bund – wie im Konzept des Stipendien-Programms vorgesehen – auf ein Gesamtvolumen von 1.033.200 Euro aufgestockt.
Zugleich konnte die FAU über ein bayernweites Umverteilungsverfahren aus Mitteln, die von anderen Hochschulen nicht abgerufen wurden, noch zusätzliche 10 Stipendien vergeben. Die FAU hat damit ihr Kontingent sogar übererfüllt. Zu den größten Mittelgebern zählen die Hasibra-Stiftung, die Ilse-und-Alexander-Mayer-Stiftung, die Evonik Industries AG und die Siemens AG.
Alle Studienrichtungen förderfähig
Mit Hilfe des Deutschlandstipendiums können hochqualifizierte Studierende mit einem Gesamtbetrag von 3.600 Euro für ein Jahr einen Teil ihrer im Studium anfallenden Kosten decken. Die Auswahlkriterien für die Vergabe des Stipendiums sind Leistung, gesellschaftliches Engagement, Auslandserfahrung sowie besondere familiäre Verhältnisse wie etwa besonderer Bildungslebenslauf, Migrationshintergrund oder Kinderbetreuung. Förderfähig sind Studierende aller Fakultäten, die FAU legt sogar besonderen Wert auf die Einwerbung so genannter fachfreier Stipendien, damit nicht nur wirtschaftsnahe Fachrichtungen wie Ingenieurwesen oder Managementstudiengänge gefördert werden. So konnte die FAU allein durch die großzügige Spende der Ilse-und-Alexander-Mayer-Stiftung über 80 ungebundene Stipendien vergeben.
Erstmals konnten auch mehrere Jahresstipendien durch die Unterstützung von Alumni vergeben werden: Teilspenden von Alumni wurden in einem Stipendienfonds gesammelt und zu einem Jahresstipendium gebündelt. Dem großen Engagement des Alumni-Vereins der Technischen Fakultät ist es zu verdanken, dass vier weitere Stipendien an junge Talente der Technischen Fakultät vergeben werden konnten.
"2012 war im Hinblick auf das Deutschlandstipendium an der FAU ein herausragendes Jahr und legt damit die Messlatte für künftige Jahre hoch", meint FAU-Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske. "Wir danken den Spenderinnen und Spendern dafür, dass sie sich der Verantwortung für den akademischen Nachwuchs bewusst sind und freuen uns, so vielen jungen Menschen an der FAU diese umfangreiche Förderung ermöglichen zu können. Ich kann unsere leistungsstarken Studierenden nur immer wieder ermutigen, sich voll Selbstvertrauen um dieses Stipendium zu bewerben."
Förderer und Stipendiaten können auf der Stipendienfeier am 26. Februar gemeinsam das großartige Ergebnis feiern.
Förderung seit 2011
Die Bundesregierung initiierte das Deutschlandstipendienprogramm 2011 zur Förderung leistungsstarker, engagierter Studierender. Die FAU hat sich als eine der ersten Universitäten Deutschlands an diesem Stipendienprogramm beteiligt und fördert seit dem Sommersemester 2011 die besten Studierenden der Universität. Die Besonderheit: Die Hälfte des Geldes wird von Unternehmen, Stiftern und Alumni beigesteuert, die andere Hälfte stockt der Bund auf. Ein Deutschlandstipendium zur Verfügung zu stellen, kostet daher nur halb so viel wie die Auslobung anderer Stipendien.
Stifter und Förderer investieren nur die Hälfte
Auch für 2013 wirbt de FAU um private Gelder für das Deutschlandstipendium. In der Vergangenheit hatten neben Stiftungen vor allem auch Unternehmen aus der Region mit ihrer Spende für das Deutschlandstipendienprogramm ihre Verbundenheit mit der FAU und der Europäischen Metropolregion Nürnberg bewiesen. Aufgrund seines attraktiven Finanzierungsmodells ist das Deutschlandstipendium sowohl für Großunternehmen als auch für kleine und mittlere Unternehmen interessant. Bisherige Förderer schätzen das qualifizierte Auswahlverfahren, die große Bandbreite an attraktiven Studiengängen und die erstklassige Ausbildung der Studierenden an der FAU. Erstmals bot die FAU ihren Stipendiengebern in diesem Jahr an, beratend am Auswahlverfahren mitzuwirken – ein Angebot, das über die Hälfte der Förderer nutzte.
Informationen zum Deutschlandstipendium finden sich unter:
www.deutschland-stipendium.fau.de
| Weitere Informationen Martina Weber 09131-85-70201 martina.weber@fau.dee |
HASIBRA-Stiftung fördert Studierende der FAU
FAU aktuell | 21.11.12 | Originalartikel
Rund 200.000 Euro fließen in Deutschlandstipendien für Mediziner
Mit einer Zuwendung im sechsstelligen Bereich (199.800 Euro) eröffnet die liechtensteinische HASIBRA-Stiftung mehr als 100 Studierenden der Medizin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) den Zugang zu einem Stipendium. Damit gehen 70 Prozent des von der HASIBRA-Stiftung für medizinische Einrichtungen bereitgestellten Vermögens an die FAU und werden in das Deutschlandstipendienprogramm fließen, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur Begabtenförderung aufgelegt worden ist. Die verstorbene Stifterin, Hansi Bratt, fühlte sich dem Wissenschaftszweig Medizin besonders verbunden und hegte den Wunsch, die Arbeit von Medizinern weltweit zu unterstützen.
Hansi Bratt wurde am 26. Juli 1915 in Nürnberg als Tochter einer ortsansässigen jüdischen Familie geboren. Sie wanderte später nach Rio de Janeiro, Brasilien, aus. Ein Jahr vor ihrem Ableben 2001 ließ sie die HASIBRA-Stiftung errichten; Spenden aus dem Stiftungsvermögen kamen in Deutschland beispielsweise der Jüdischen Gemeinde Berlin und der Israelitischen Kultusgemeinde in Nürnberg zugute. Darüber hinaus finanzierte die Stiftung medizinische Projekte und Einrichtungen in aller Welt, etwa in Indien, Israel und Brasilien.
Auch das Universitätsklinikum Erlangen hatte die Stiftung bereits im Jahr 2009 mit einer Summe bedacht, die seinerzeit als "Mrs Hansi Bratt Medical Scholarships" an Studierende der Humanmedizin vergeben werden konnten. Die Stifterin hatte großen Respekt vor der Leistung von Medizinern und medizinischem Personal und gute persönliche Erfahrungen mit Ärzten gemacht.
Aufgrund der positiven Erfahrung von damals hat die Stiftung sich nun entschieden, diese hohe Summe in Deutschlandstipendien an der FAU zu investieren. Die Besonderheit dieses Förderprogramms der Bundesregierung: Nur 50 Prozent der Fördersumme je Stipendium stammt aus privaten Zuwendungen (Stiftungen, Industrie etc.), die andere Hälfte gibt der Bund dazu. Auf diese Weise können nun 111 Nachwuchsmediziner von der großzügigen Spende profitieren und ihre Hochschulkarriere mit einer Summe von 3.600 Euro pro Jahr zusätzlich finanzieren.
"Wir danken der HASIBRA-Stiftung für die Entscheidung, jungen begabten Medizinern an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg den Weg zu einem Begabtenstipendium zu eröffnen und fühlen uns der verstorbenen Stifterin Hansi Bratt überaus verbunden", sagt FAU-Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske. "Gleichzeitig zeigt uns diese großzügige Spende, dass positive Erfahrungen mit Menschen und Institutionen ein Leben lang in Erinnerung bleiben und viel Gutes bewirken können. Unseren Medizin-Studierenden soll dies auch für ihre berufliche Zukunft ein Ansporn sein."
"Wir sind froh und glücklich, dass wir eine so großen Zahl an Studierenden der Medizin mit Stipendien unterstützen können – dank der Großzügigkeit von Hansi Bratt", so Dr. Mahendra Sheth, Protektor der Stiftung und zusammen mit dem Stiftungsrat verantwortlich für die Entscheidung der Vergabe.
| Weitere Informationen Martina Weber Tel.: 09131/85-70201 Martina.weber@zuv.uni-erlangen.de |
"Enge Verbundenheit mit der FAU"
uni|kurier|aktuell Nr. 86 | Juli 2012 | Originalartikel
Stifter des Deutschland-Stipendiums berichten von ihren Erfahrungen
Es ist eine Investition in junge Talente: das Deutschlandstipendium, das exzellente Studierende mit 300 Euro im Monat fördert. 150 Euro kommen vom Bund, die andere Hälfte steuern private Geldgeber bei. Dafür werben die Universitäten das Geld bei Unternehmen, Stiftungen, Verbänden und Privatpersonen ein. Die FAU war besonders erfolgreich und sammelte im Jahr 2011 insgesamt 214.200 Euro. Damit konnte sie 119 Stipendien vergeben und auf Anhieb die maximal zulässige Förderquote erfüllen, die sich an der Studierendenzahl bemisst. Zugleich war die FAU mit dieser Summe Spitzenreiter in Bayern.
Katharina Kempe – der FAU verbunden
Eine Stifterin ist Katharina Kempe. Die Geschäftsführerin der Rudolf-Kempe-Unternehmensgruppe legt Wert auf die enge Verbundenheit zwischen ihrer Familie und der Universität. "Mein Vater war Ehrenbürger der FAU, ich bin Mitglied im Unibund und im Kuratorium", erzählt sie. Dass sie ihr Geld nicht in anonyme, große Stiftungen steckt, sondern Initiativen in der Region sponsert, ist ihr ein Herzensanliegen. "Mir ist immer ein persönlicher Bezug wichtig", betont Kempe. "So unterstütze ich hier in Erlangen zum Beispiel das Frauenhaus, die Pflege von Demenzkranken und bin Patin der Schule für Kranke." Mit dem von ihr gestifteten Deutschland-Stipendium fördert sie Andrea Braun. Die 25-Jährige studiert Internationales Wirtschaftsrecht und Jura und bereitet sich auf das erste Staatsexamen vor. Die Vergabe des Stipendiums erwies sich für beide Seiten als Glücksgriff: Braun und Kempe treffen sich inzwischen regelmäßig, und Kempe vermittelte sogar einen Kontakt, der Andrea Braun einen Aufenthalt in Afrika ermöglichte.
Siemens – einer der größten Förderer
Auch Siemens fördert das Deutschlandstipendienprogramm und finanzierte an der FAU in diesem Rahmen im Jahr 2011 sechs Stipendien. In Zukunft sollen es 15 Stipendien pro Jahr sein. Dr. Daniel Hofmann, Head Engineering Nuclear Power und einer von deutschlandweit acht Siemens University Liason Managern, koordiniert das Programm. "Mit den meisten der von uns geförderten Stipendiaten bin ich regelmäßig in Kontakt", erzählt der Siemens-Manager. "Manchmal treffen wir uns einfach nur auf einen Kaffee. Häufig helfe ich unseren Stipendiaten aber zum Beispiel auch bei Bewerbungen oder organisiere für sie Praktikumsplätze und Werksstudentenjobs in unserem Haus sowie bei Siemens-Werken im Ausland." Vor kurzem lud Siemens sogar alle durch das Unternehmen geförderten Deutschland-Stipendiaten von Universitäten aus der ganzen Republik nach Berlin ein. In einem dreitägigen Workshop konnten sich die Stipendiaten gegenseitig kennenlernen und mussten in verschiedenen Übungen unter anderem ihre Kreativität, ihre Durchsetzungsfähigkeit und ihr Koordinationsvermögen unter Beweis stellen. Bei den Aufgaben wurden sie von ihren jeweiligen University Liaison Managern unterstützt. "Die Studenten haben mit höchstem Engagement an unserer Projektaufgabe mitgearbeitet und die Möglichkeiten zu detaillierter Diskussion mit den Mentoren zu vielen Fragen von Karriere, über Work-Life-Balance, bis zur Technik und Energiewelt genutzt", bilanziert Dr. Hofmann zufrieden.
Von den guten Erfahrungen ihrer Stifter profitiert die FAU schon jetzt: Sowohl Katharina Kempe als auch Siemens finanzieren auch im Sommersemester 2012 Deutschlandstipendien. Insgesamt konnte die FAU für das laufende Jahr bereits 150 Stipendien einwerben – deutlich mehr als im gleichen Zeitraum 2011. Neben Siemens und der Rudolf-Kempe-Unternehmensgruppe gehören unter anderem die Evonik Industries AG, die STAEDTLER-Stiftung, die Bayer AG, der Genossenschaftsverband Bayern e.V. und die Datev eG zu den Förderern. "Die Akquise ist aber noch nicht abgeschlossen", sagt Martina Weber, die die Deutschland-Stipendien einwirbt. "Deswegen gehen wir davon aus, weitere Stipendien und Stifter hinzugewinnen zu können."
| Mehr Stimmen und Informationen zum Deutschlandstipendium unter: www.deutschland-stipendium.fau.de |
FAU ist Spitze bei Deutschlandstipendien
Geförderte bekommen 300 Euro im Monat
Nürnberger Nachrichten | Lothar Hoja | 27.12.2011 | Originalartikel
Mal raus aus dem Schatten von München kommen, endlich die absolute Nummer 1 sein. In einem Punkt hat das die Uni Erlangen-Nürnberg 2011 auf jeden Fall geschafft: beim neuen Deutschlandstipendium.
Es gilt als eine Investition in junge Talente: das Deutschlandstipendium in Höhe von 300 Euro monatlich, mit dem ausgewählte Studierende gefördert werden – und zwar unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern. Die Stipendien werden zunächst für ein Jahr vergeben, eine Weiterförderung bis zum Ende eines sechssemestrigen Bachelor-Studiums ist möglich.
Das Spezielle daran: Eine Hochschule, die solche Stipendien vergeben möchte, bekommt jeweils 150 Euro monatlich, also 1800 Euro im Jahr, vom Bund. Die andere Hälfte muss sie selber beisteuern – was sie aus eigenen Mitteln natürlich nicht kann. Also gilt es, möglichst viele private Sponsoren – Unternehmen, Stiftungen, Verbände und Privatpersonen – zu gewinnen, damit möglichst viele Stipendien vergeben werden können.
Diese Hürde schien in der Vorbereitungsphase ziemlich hoch. Doch die Uni Erlangen-Nürnberg hat sie offenbar mit Bravour gemeistert. "Wir haben insgesamt 214200 Euro gesammelt und konnten damit 119 Stipendien vergeben", bilanziert Uni-Präsident Prof. Karl-Dieter Grüske. Damit hat die Uni nicht nur die maximale Förderquote erfüllt, die sich aus der Studierendenzahl ergibt. Sie hat zugleich den Spitzenplatz in Bayern.
Wichtigste Voraussetzung, um ein Deutschlandstipendium zu erhalten, ist die Leistung im Abitur beziehungsweise Studium. Zusätzlich werden persönliche Umstände bewertet. Dazu gehören beispielsweise studienrelevante Auslandsaufenthalte, ehrenamtliches oder soziales Engagement. Ein Auswahlgremium der jeweiligen Hochschule entscheidet anhand der eingegangenen Bewerbungen, wer eines der Deutschlandstipendien bekommt.
"Von dem Stipendium profitieren sowohl die Geförderten als auch die Förderer", sagt Martina Weber, die an der Uni die Einwerbung der Gelder koordiniert "Für die Studierenden bedeutet das Stipendium neben dem finanziellen Anreiz auch eine Anerkennung ihrer Leistung. Unternehmen wiederum nutzen das Stipendium, um damit frühzeitig Talente anzuwerben. Sie laden die Stipendiaten beispielsweise zu einem persönlichen Kennenlernen oder zu Betriebsführungen ein und bieten ihnen Praktika an."
Die Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg hat im Herbst insgesamt 39 Deutschlandstipendien vergeben. Auch das Ohm hat damit auf Anhieb die maximale Förderung durch den Bund abschöpfen können.
Zu den 17 Stipendiengebern zählen Privatpersonen, Ehemaligen-Vereine und Partnerfirmen der Hochschule. Eine besondere Stütze war dabei der "Bund der Freunde der Georg-Simon-Ohm-Hochschule", der 20 Stipendien co-finanzierte und seine Mitgliedsfirmen zum Mitmachen animierte. Dabei konnten Unternehmen Wünsche äußern, aus welchem Studienfach sie ein Talent fördern möchten.
Eine Auswahlkommission filterte aus über 300 Bewerbern die Stipendiaten aus. So sind unter den Geförderten beispielsweise eine vierfache Mutter, ein Ingenieurstudent, der es von der Hauptschule über den Meisterbrief an die Hochschule geschafft hat, sowie eine Studentin, die als Teenager ohne Deutsch- Kenntnisse aus den ehemaligen GUS-Staaten eingewandert ist.
Bei einer Feier überreichten Präsident Prof. Michael Braun und Vizepräsidentin Prof. Sibylle Kisro-Völker die Urkunden. Die ausgewählten Studierenden "sind ein Aushängeschild für unsere Hochschule", sagte Braun.
Dank ihrer beiden Fördervereine, den "Amberger Freunden der Hochschule Amberg-Weiden" und dem "Verein zur Förderung der Hochschule", konnte sich auch die Hochschule Amberg/Weiden an dem neuen Stipendienprogramm beteiligen. In den Genuss der Förderung kommen jetzt zwölf Stipendiaten, jeweils sechs von den beiden Standorten Amberg und Weiden.
Inzwischen laufen bei Martina Weber an der Uni und an den anderen Hochschulen die Arbeiten für das kommende Studienjahr 2012/13 schon auf Hochtouren. Schließlich gilt es, die Zahl der vergebenen Stipendien nicht nur zu halten, sondern deutlich zu steigern. Bisher hat der Bund das Geld für 0,45 Prozent der Studierenden einer Hochschule zugeschossen. Im kommenden Jahr soll es ein Prozent werden.
FAU bayernweit spitze
Keine andere Universität in Bayern wirbt so viele Deutschlandstipendien ein
uni | mediendienst | aktuell Nr. 322/2011 | 19.12.2011 | Originalartikel
Es ist eine Investition in junge Talente: das Deutschlandstipendium, das exzellente Studierende mit 300 Euro im Monat fördert. 150 Euro kommen vom Bund, die andere Hälfte steuern private Geldgeber bei. Dafür werben die Universitäten das Geld bei Unternehmen, Stiftungen, Verbänden und Privatpersonen ein. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) war dabei besonders erfolgreich – insgesamt 214.200 Euro sammelte die FAU. Damit konnte sie 119 Stipendien vergeben und auf Anhieb die maximal zulässige Förderquote erfüllen, die sich an der Studierendenzahl bemisst. Zugleich ist die Universität mit dieser Summe Spitzenreiter in Bayern.
„Förderzusagen kamen vor allem von Stiftungen und von Firmen, mit denen wir schon lange zusammenarbeiten“, bilanziert der Präsident der FAU, Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske. „Besonders gefreut hat mich aber auch die Unterstützung durch zahlreiche Mitglieder unseres Alumni-Netzwerks aus der ganzen Welt und durch Unternehmen, die bislang nicht zu unseren Förderern zählten.“ Die Stipendien werden zunächst für ein Jahr vergeben; eine Weiterförderung bis zum Ende des Studiums ist möglich.
Dass die Sponsoren den Universitäten Geld für die Deutschlandstipendien zur Verfügung stellen, ist unabdingbare Voraussetzung, um überhaupt die Bundeszuschüsse zu bekommen und damit Stipendien im Rahmen des Programms vergeben zu können. Denn nur, wenn die Universität über private Geldgeber 1.800 Euro im Jahr pro Stipendiat aufbringen kann, stockt der Bund die Summe um den gleichen Betrag auf. 2011 konnten mit dem Deutschlandstipendium bis zu 0,45 Prozent aller Studierenden einer Universität gefördert werden. Da als Bemessungsgrundlage für diese erste Runde das Wintersemester 2009/10 galt, konnte die FAU also 119 Stipendien vergeben. Im kommenden Jahr steigt die maximale Förderquote auf ein Prozent, bezogen auf die Studierendenzahl des Wintersemesters 2010/11.
Wichtigste Voraussetzung, um eines der FAU-Deutschlandstipendien zu erhalten, ist die Leistung im Studium oder Abitur. Zusätzlich werden persönliche Umstände bewertet. Dazu gehören beispielsweise studienrelevante Auslandsaufenthalte, ehrenamtliches oder soziales Engagement an der Universität, in Politik oder Gesellschaft sowie besondere familiäre Verhältnisse. Ein Auswahlgremium der Universität entscheidet anhand der eingegangenen Bewerbungen, wer eines der Deutschlandstipendien bekommt.
„Von dem Deutschlandstipendium profitieren sowohl die Geförderten als auch die Förderer“, weiß Martina Weber, die als Koordinatorin dieses Stipendienprogramms für die Einwerbung der Gelder zuständig ist. „Für die Studierenden bedeutet das Stipendium neben dem finanziellen Anreiz auch eine Anerkennung ihrer Leistung. Unternehmen wiederum nutzen das Stipendium, um damit frühzeitig Talente anzuwerben. Sie laden die Stipendiaten beispielsweise zu einem persönlichen Kennenlernen oder zu Betriebsführungen ein und bieten ihnen Praktika an.“ Martina Webers Ziel ist, die Kooperation mit den Förderern weiter auszubauen und langfristig zu sichern. Erste Zusagen für die kommenden Förderrunden gibt es bereits.
| Weitere Informationen für die Medien Martina Weber Tel.: 09131/85-70201 Martina.weber@zuv.uni-erlangen.de |

